Wednesday, October 29, 2014

Datendurchfall.

Meine Mutter ist ernsthaft erkrankt. Zumindest ihr digitales Nervensystem. Die Krankheit ist zwar hinlänglich bekannt, aber nur wenig erforscht: Datendurchfall (Diarhhoe digitalis).

Immer wenn sie müssen muss, führt die digitale Kanalisation unweigerlich auf mein Mobiltelefon – und ihr ganzer Datensch**** kommt bei mir an: Katzen, Babies, Katzenbabies... die Liste ließe sich fortführen, doch Gottseidank hab ich ein stark selektives Erinnerungsvermögen (anders als der 16 GB-Freund in meiner Jackentasche).


So, jetzt ist's besser.

Sunday, October 19, 2014

Kleinlichkeiten oder juristisch lesbare Schriftgrößen

Dies wird ein kleiner Blogeintrag. Sollte ich häufiger machen. Quick and dirty. Aber zum Thema: Ich bin letztlich sehr amüsiert worden, angehörig der Bemerkung einer der Juristen des Unternehmens, für das ich arbeite. Er sagte,  dass die Schriftgröße 6 juristisch lesbar sei. Natürlich ging es da um die berühmten Sternchentexte. Also, Ihr Lieben, etwas eingeschränkteren Seher dort draußen - wie ich in meiner beginnenden Altersweitsicht - strengt Euch an! Wenn Ihr behauptet, dass Ihr das Kleine nicht lesen könnt, seid Ihr mit angrenzender Wahrscheinlichkeit sicher Hypochonder. Strengt Euch an! Und jetzt kommt nicht mit der Ausrede, dass der sekundenlang eingeblendete Text des Werbespots neulich wirklich nicht lesbar war. Ist er. War er. Wird er sein. Basta. Wer nachlesen will: Hier geht es lang!

Und wieder grinse ich, ob des Versuchs der Juristen, Sprache eindeutig zu machen. Damit noch einen schön lesbaren, juristisch einwandfreien sonnigen Sonntag!

Saturday, October 5, 2013

Blogparade: Mein erstes BarCamp - München und Berlin 2008

Stefan hat aufgerufen zur Blogparade. Das Thema: Mein erstes BarCamp. Hach. Das war im Oktober 2008. Fünf Jahre sind das schon. Der Ort: München. Sun.

Seitdem war ich bei vielen BarCamps. Ich liebe sie einfach. Natürlich gehört dieses Wort auch ins Wortsparschwein.

Ich hatte zuvor von diesem Nicht-Konferenzformat gelesen, fand das äußerst cool und war sehr neugierig. Und da ich damals für eine PR-Agentur arbeitete und stets nach neuen Trends suchte, wollte ich schauen, wie das läuft. Ich hatte ja gelesen, dass die sogenannten Blogger dort unterwegs sind. Aber wie herankommen an die Organisatoren?

Die Antwort ist einfach: Netzwerken und nicht locker lassen. Ich bin zu Bloggertreffen gegangen und habe jedem, der es nicht hören wollte, erzählt dass ich eventuell Sponsoren an der Hand hätte für so ein BarCamp. Ich war erfolgreich und konnte einen meiner damaligen Kunden überreden, etwas Geld zu sponsern.

Und dann war es da. Ich fuhr nach München, quartierte mich bei lieben Freunden ein, lieh mir ein Notebook und traf dort den damaligen Chefredakteur von Xonio, Uwe Baltner, für den es auch das erste BarCamp war. Wir waren uns beide sehr schnell einig: Tolles Format!
Und natürlich war ich früh da. Und zwar jeweils Samstag UND Sonntag.
Der Eindruck war überwältigend. So konnte man Netzwerken? So konnte man Wissen vermittelt bekommen? Und so konnte man Menschen im Real Life über Twitter kennen lernen?

Im Gegensatz zu heute, wo ich mir doch ein wenig mehr Schlaf gönne, habe ich alles mitgenommen: Die Pre-BarCamp Party, die Party am Samstag und ich bin sogar am Sonntag früh wieder vor Ort gewesen. Wen ich damals u.a. kennen lernte? Viele viele Menschen In bleibender Erinnerung ist mir die kleine StartUp-Firma PureTea aus Lüneburg.

Friday, September 13, 2013

Huldigt der #Hachzeit - lasst uns gemeinsam hachen und flauschen!

Graffiti Paris 2012
Heute ist es soweit: Wir huldigen und beflauschen zwei Menschen, die sich trauen. Es ist #Hachzeit!

Ich freue mich sehr und wünsche den beiden tolle Stunden zusammen, viel Liebe, Geborgenheit, ein tragendes Netz, stetige Stromversorgung, Kreativität und Durchhaltevermögen insgesamt und beim eisernen bloggen. Dazu soll es in der Tat rote Rosen regnen, für Notfälle ein Feuerwerk im richtigen Moment zur Stelle sein und natürlich immer eine leckere Mahlzeit in Reichweite. Falls dazu Anregungen fehlen - Achtung Eigenwerbung - , mein Foodblog hat da Abhilfe. Was natürlich immer in dieser #Hachehe zur Hand sein sollte, ist ein Mettbrötchen für den Bräutigam und ein Käseigel für die Braut.

Das Wort #Hachzeit gefällt mir so gut, dass ich es in das Wortsparschwein übernehme. Wenn es uns gut geht, uns verrückten Social Media Menschen wird ja gehacht, was das Zeug hält.

Also, auf die Plätze fertig los, tief atmen und ein Seufzer: #Hach! Und? Geht's besser? Da wird die Welt doch gleich viel rosarosiger.

Dazu gebe ich noch ein wenig #Flausch für all diejenigen, die vielleicht heute einen schlechten Tag hatten, einem #Rant ausgesetzt waren oder ihn aktiv in die Welt posaunt haben und das Ganze mit #Fail bezeichnen würden. Alles wird gut! Schließlich ist ja Wochenende.

Und damit trinke ich hier digitalerweise ein ausgesuchtes, dem Anlass entsprechendes Getränk auf das sich sehr trauende Paar.  Cheerio!

Thursday, July 18, 2013

Unfall ist ein kriminalistischer Terminus...

Kürzlich fiel es mir beim Lesen eines - im Übrigen sehr stimmungsvollen - Kriminalromanes siedend heiß ein. Und es ist so offensichtlich: Der Unfall ist das Gegenteil des Fall. Ergo: Ohne Fall kein Unfall. 

Womit wir uns im semantischen Rahmen kriminalistischen Denkens befinden. 
Dies wirft bei mir die (ich gebe zu: nicht weltbewegende) Frage auf: Musste erst das gewollt Schlechte in die Welt treten, bevor man das zufällig Schlechte einen Namen bekam. 
Global hinkt der Argumentationsfaden ein wenig, aber das ändert nichts an dieser Erkenntnis, die uns eigentlich nur sagen will: Mann, ist Sprache unerklärlich erklärlich. Wunderbar!

Jungfreundlich...

Jungfreundlich ist neu. Es beschreibt den Ur-Zustand, in dem Menschen, noch nicht durch das Zutun anderer korrumpiert, freundlich auf ihr Gegenüber zugehen.

Sunday, July 7, 2013

Tolle Schimpfwörter: Napfsülze

Deutsch ist keine gute Sprache für Flüche. Das können andere Sprachen, um nur Spanisch und Englisch zu nennen, viel besser. Aus diesem Grund gab es damals auch in der Fachschaft Anglistik an der Uni Düsseldorf das Bestreben, englische Flüche wörtlich ins Deutsche zu übertragen. "Fickende Hölle" war einer meiner Lieblinge. Diesen Fluch nutze ich schon mal, wenn es passt.

Spanische Flüche habe ich noch nicht wörtlich ins Deutsche übernommen. Interessant wäre da die Übertragung von "Me cago en la madre que te parió"...aber da Mutterbeleidigungen nicht so ganz in unseren Kulturraum passen wollen, ist das wohl nichts für uns. Was das oben heißt? "Ich scheiße auf die Mutter, die dich geboren hat". Mutterbeleidigungen haben eine Geschichte in romanischen Ländern.

Wir brauchen also mehr kreative Flüche in der deutschen Sprache! Gut, dass mir wieder ein Fluch über den Weg gelaufen ist. Heute packe ich "Napfsülze" in meinen aktiven Fluchsprachschatz. Dieses Kleinod hat es im allgemeinen Sprachgebrauch von Null auf Hundert geschafft, da neulich der Twitterati @griesgraemer den Twitterkanal der Telekom beschimpft hat. Und das hatte Folgen, denn diesmal wollte Anna S. des Teams @telekom_hilft das nicht auf sich sitzen lassen und pöbelte zurück. Dafür wurde sie von der Szene gefeiert, wie auch der Focus berichtet.

Napfsülze hat wohl nichts mit Napfschnecken zu tun. Da lässt sich kein Rezept finden. Man müsste für ein wenig Napfsülze wohl sehr viele Schnecken zusammen haben. Und die sind hart zu sammeln, denn sie krallen sich gerne fest an den Felsen. Ich weiß, wovon ich rede. "Dummkopf, Flachpfeife" sind Synonyme für Napfsülze. Klingt aber viel besser: Napfsülze!

Und wenn Ihr gute Flüche habt, immer her damit. Kreativ sollen sie aber sein!
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